Beitrags-Archiv für die Kategory 'Allgemein'

Mein Jahresrückblick aus Sicht eines VCs

Freitag, 23. Dezember 2011 11:05

Die Gründerszene hat mich nach meinem Jahresrückblick aus Sicht eines VCs gefragt. Hier kommen meine “2 cent”…

Startupfinanzierung im Jahr 2011. Hat sich in diesem Jahr etwas Entscheidendes verändert?

Grundsätzliches hat sich nicht geändert, jedoch ist das Thema Crowdfunding stärker diskutiert worden. Generell habe ich den Eindruck, dass die Business-Angels und Inkubatoren sich in den letzten Jahren stark weiter entwickelt haben. Ich finde es sehr gut, dass sich die Inkubatoren- und Business-Angels-Landschaft erweitert und nicht ausschließlich auf Berlin fokussiert. Es wird sicherlich spannend zu beobachten sein, wie die neu aufgestellten Inkubatoren agieren und welche Konzepte und Business-Cases sie unterstützen werden.

Welche Trends haben sich 2011 in der Finanzierung von Startups ergeben?

Von einem Trend möchte ich noch nicht sprechen: Wir werden sehen, ob sich Crowdfunding weiter entwickelt. Ich habe Bedenken hinsichtlich der Investitionssummen und der gesamten Metrik bei Folgefinanzierungen. Sehr wichtig ist, dass Business-Angels weiterhin aktiv bleiben, um die interessanten Startups zu unterstützen und anfangs zu finanzieren. Die meisten Business-Angels machen hierbei einen wirklich guten Job. Aber Achtung – es gibt auch “neue” Business-Angels, die a) viel zu wenig Kapital und b) weder ausreichende Erfahrungen als Unternehmer noch Erfahrungen als Business-Angel haben.

Mein Tipp an die Unternehmer: Macht Eure Hausaufgaben bei der Auswahl des richtigen Investors. Das gilt auch bei der Auswahl des richtigen Venture-Capitalisten. Ein richtiger Trend ist die Bildung von Investoren-Syndikaten aus nationalen und internationalen Venture-Capitalisten. Für ein Startup in Deutschland, welches kapitalintensiv ist und internationalisieren wird, ist ein solches Investoren-Syndikat sehr hilfreich.

Was waren Deine Highlights im Jahr 2011, welche Exits oder Neugründungen haben Dich beeindruckt?

Für mich war ein Highlight der Hype um Airbnb (www.airbnb.de) und die deutschen Copycats Wimdu (www.wimdu.com) und 9flats (www.9flats.com). Ist es nun ein stabiles und nachhaltiges Geschäftsmodell oder nicht? Wir werden sehen. Übertroffen wurde es natürlich von Amen (amenhq.com). Ich weiß nicht, ob Amen funktioniert, aber es war schon verwunderlich, dass ein Startup auf Grund populärer Investoren so viel Aufmerksamkeit erhält.

2011 war auch das Jahr sehr interessanter Exits. Die deutsche Startup-Szene braucht diese Exits, um zu beweisen, dass man in Deutschland große Unternehmen beziehungsweise Unternehmen mit einem großen Marktwert bauen kann. Drei Exits sind gute Beispiele hierfür:

  • Astaro (www.astaro.com) ist ein Enterprise Software-Unternehmen, welches wenige Leser kennen. Es wurde in Karlsruhe von Jan Hichert und seinen Co-Foundern gegründet. 2002 hat es eine erste Finanzierungsrunde von einem deutschen Venture-Capitalisten und einem US-VC erhalten. Jan hat Astaro in den vergangenen zehn Jahren zu einem hoch profitablen und stark wachsenden international aktiven Software-Unternehmen entwickelt und es dieses Jahr an Sophos (www.sophos.de) verkauft. Die Höhe des Exits ist nicht offiziell – nur soviel – es war sicherlich einer der größten Exits der vergangenen Jahre.
  • Ein weiterer spannender Exit war der Verkauf von DailyDeal an Google. Ich finde es erstaunlich, was das DailyDeal-Team und deren Investoren in kürzester Zeit erreicht haben und wie sich DailyDeal (dailydeal.de) in der “battle of material” – der Schlacht mit der Ressource Geld – durchgesetzt hat.
  • Innerhalb von zweieinhalb Jahren haben Marc Gumpinger, Dominik Westner und Christian van der Leeden die Scoreloop AG (www.scoreloop.com) zu einem weltweit dominanten Player im Mobile-Social-Gaming-Markt aufgebaut. Ich nenne Scoreloop nicht, weil wir Scoreloop von der Seed-Finanzierung bis zum Exit begleitet haben, sondern weil Scoreloop gezeigt hat, dass ein deutsches Startup von Anfang an weltweit nicht nur mithalten, sondern vielmehr eine neue Kategorie und ein neues Geschäftsmodell bilden kann.

Highlights unter den Neugründungen bereits nach einem Jahr auszumachen beziehungsweise einzelnen Unternehmen das Prädikat Highlight zu geben, ist schwierig. Ein Unternehmen finde ich aber besonders spannend. Es verbindet einen technologischen Ansatz mit einem Consumer-Case, der eine riesige Herausforderung darstellt. Es ist Doo.net (www.doo.net). Leider habe ich viel zu spät von diesem Unternehmen erfahren und hatte keine Chance, mir das Startup und das Team näher anzuschauen. @Jörg Binnenbrücker von DuMont Venture (www.dumontventure.de): Ich drücke Euch die Daumen.

Die Landschaft der Investoren hat sich auch 2011 wieder erweitert. Wer hat es geschafft, in die Riege der Topinvestoren aufzusteigen?

Eine prägnante Veränderung bei den deutschen Investoren gab es in 2011 meiner Meinung nach nicht. Ob ein Investor ein Top- oder Flop-Investor ist, das entscheidet sich am Ende der Fund-Laufzeit. Es ist nicht entscheidend, wie viele Unternehmen ein Investor finanziert, sondern welche. Leider ist die Investorenlandschaft in Deutschland viel zu dünn besiedelt. Es gibt unter anderem zu wenig Venture-Capital, um die weiterhin zunehmenden interessanten Startups zu finanzieren. Aus diesem Grund drücke ich meinen Kollegen, die sich im Fundraising befinden, ganz kräftig die Daumen. Nur wenn ausreichend frisches Kapital vorhanden ist, funktioniert das gesamte Ecosystem.

Was rätst Du Gründern zum Jahreswechsel?

Auch Ihr braucht mal Pause. Jeder muss seine Aggregate runterfahren. Weihnachten und Neujahr eignen sich dafür prima. Dann geht’s mit Vollgas ins neue Jahr.

Etwas Spekulation am Ende des Jahresrückblicks?

Aus dem Bauch heraus: In den vergangenen Monaten gab es immer mal wieder Meldungen über atemberaubende Erstrundenfinanzierungen in zweistelliger und sogar dreistelliger Millionenhöhe. Liebe Gründer, lasst Euch nicht schocken – auch in der Startup- und Venture-Capital-Szene wird sicherlich manchmal lauter getrommelt, als die Musik wirklich spielt. Bei einigen Runden glaube ich nicht, dass so viel Geld geflossen ist. Oft wird nur ein Teil der Finanzierungssumme überwiesen. Weitere Tranchen sind dann von Milestones abhängig. Es gibt nur eine Handvoll Investoren, die 20 Millionen oder sogar 100 Millionen in eine A-Runde investieren, ohne zu wissen, ob das Modell valide ist. Diese Meldungen können eine “battle of material” sein, die andere Wettbewerber abschrecken soll.

Thema: Allgemein, Entrepeneurs, Investments, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (0) | Autor: Olaf

Seedlounge in München – Live Crowd-Funding für Startups

Donnerstag, 27. Januar 2011 12:50

Gestern am 26.1.2011 fand die erste Seedlounge in München statt. Soviel vorab – die beiden Initiatoren Christian Kutschka und Chris Leeb haben einen super Job gemacht. Zu dem Event wurden Investoren und Startups eingeladen – es kamen ca. 200 Teilnehmer. CONGRATS!

Letzten Sommer hat mich Christian über die Idee zur Seedlounge informiert und mich gefragt, ob ich mitmachen würde. Ich war von dem Konzept angetan und habe sofort zugesagt. Als Jury-Mitglied habe ich gemeinsam mit meinen Jury-Kollegen viele spannende Business Cases betrachtet und bewertet.

Von uns wurden in den letzten Wochen isngesamt 6 Startups aus über 120 Bewerbern ausgewählt. Vielen Dank an alle 120 Unternehmer!

Christian und Chris haben mich gefragt, ob ich eine Key-Note halten könnte. Hier die Slides (ohne Tonspur):



Ablauf:

Nach den Key-Notes haben die 6 Startups jeweils 5 Minuten präsentiert. Ein kleiner Tipp von mir alle 6 Unternehmenr:  “Bitte – übt Euren Pitch. You never get a second chance to make a first impression!”

Die 6 Startups waren:

  • ClearKarma
  • Helden der Arbeit
  • FeedFabrik
  • Gnowsis
  • Intelligent Remove
  • Elternplaner

Anschließend durften die Zuschauer per SMS voten. Die besten 3 Startups kamen dann ins Finale – oder laut DSDS in den Recall ;-)

Ins Finale kamen:

  • ClearKarma
  • Gnowsis
  • Intelligent Remove

Fazit:

Eine tolle Veranstaltung, die insgesamt sehr organisiert wurde. Weiter so!

Thema: Allgemein, Entrepeneurs, Investments, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (1) | Autor: Olaf

Welche Formen der Start-up-Finanzierung kommen für junge Unternehmen in Frage? (Teil 2)

Sonntag, 29. August 2010 15:26

Viele Gründerteams und Jungunternehmer sind bei der Frage nach der passenden Finanzierung ihres Start-ups überfragt. Vielleicht hilft die folgende Übersicht, welche Formen der Start-up-Finanzierung in Frage kommen. Dabei sind besonders Gründerfonds, Business Angels, Seed- und Early Stage Venture Capital-Investoren von Bedeutung.

In dem ersten Beitrag zu den möglichen Formen der Start-up-Finanzierung wurden die Einzelheiten der Gründerfonds vorgestellt. Der heutige Teil beschreibt Business Angels genauer.

Was ist ein Business Angel?

Als Business Angel (BA) beteiligt man sich in einer sehr frühen Phase an einem Unternehmen, das heißt bereits während der Gründung oder kurz danach. Dabei wird das Start-up nicht nur durch Kapital, sondern auch durch Know-How oder Kontakte unterstützt. Typische Kapitalinvestitionen von BA-Beteiligungen liegen zwischen 100.000 € und 1.000.000 €. Der Business Angel agiert neben seiner Tätigkeit als Aufsichts- oder Beirat meist als Coach. Dabei kommen ganz unterschiedliche Erfahrungen zum Tragen. Hier können Industriekenntnisse, Unternehmerqualitäten und klassisches betriebswirtschaftliches Wissen ebenso eine Rolle spielen wie Know-How in Produktentwicklung und Marketing.

Welcher Business Angel ist für ein Start-up geeignet?

Das Gründerteam sollte bei der Auswahl die folgenden Kriterien berücksichtigen, um einen passenden Kapitalgeber zu finden: Am Anfang muss geklärt werden, ob der Business Angel genügend Kapital zur Verfügung stellen kann. Hier reichen 10.000 € meist nicht aus, um ein Start-up bis zur ersten Venture Capital-Finanzierungsrunde zu unterstützen. Auch die konkrete Erfahrung und das Netzwerk des potenziellen Business Angels sollten hinterfragt werden. Kann er sich ausreichend um das Start-up kümmern? Hier lohnt sich der direkte Austausch mit anderen Gründerteams, die bereits Erfahrungen mit BA-Beteiligungen gemacht haben und die Frage, wie viele Investments ein Business Angel derzeit hat.

Wobei kann bzw. sollte eine Business Angel ein Start-up unterstützen?

Bereits in der Seed-Phase hilft der Business Angel bei der Organisation des Unternehmens sowie der Positionierung im Markt. Auch bei der Akquisition von Kundenkontakten und geeigneten Mitarbeitern kann das Start-up erste Hilfe erwarten. Nach einem erfolgreichen Markteintritt steht der Business Angel auch bei der Internationalisierung des Unternehmens beratend zur Seite. Da diese Expansion meist nicht ohne eine weitere Finanzierungsrunde zu realisieren ist, hilft der Business Angel oft bei der Suche nach zusätzlichen Investoren.

Da man über eine längere Zeit aneinander gebunden ist und eng miteinander arbeitet, ist auch das Bauchgefühl wichtig. Nur wenn man sich gegenseitig schätzt und `miteinander kann´, hat die Partnerschaft Aussicht auf Erfolg.

In der nächsten Kolumne erläutere ich, was es mit Seed- und Early Stage Venture Capital- Investoren auf sich hat.

Thema: Allgemein, Entrepeneurs, Investments, Startups, Venture Capital | Kommentare (1) | Autor: Olaf

Twitter Weekly Updates for 2010-08-08

Sonntag, 8. August 2010 12:55

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Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: admin

Twitter Weekly Updates for 2010-08-01

Sonntag, 1. August 2010 12:55

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Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: admin

Twitter Weekly Updates for 2010-07-25

Sonntag, 25. Juli 2010 12:55

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Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: admin

Twitter Weekly Updates for 2010-07-18

Sonntag, 18. Juli 2010 12:55

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Twitter Weekly Updates for 2010-07-11

Sonntag, 11. Juli 2010 12:55

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Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor: admin

Twitter Weekly Updates for 2010-07-04

Sonntag, 4. Juli 2010 12:55

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Twitter Weekly Updates for 2010-06-27

Sonntag, 27. Juni 2010 12:55

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Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: admin