Beitrags-Archiv für die Kategory 'Technology'

Season’s Greetings 2011

Freitag, 23. Dezember 2011 11:07

Thema: Entrepeneurs, Fun, Investments, Know-how, Life, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (0) | Autor: Olaf

Mein Jahresrückblick aus Sicht eines VCs

Freitag, 23. Dezember 2011 11:05

Die Gründerszene hat mich nach meinem Jahresrückblick aus Sicht eines VCs gefragt. Hier kommen meine “2 cent”…

Startupfinanzierung im Jahr 2011. Hat sich in diesem Jahr etwas Entscheidendes verändert?

Grundsätzliches hat sich nicht geändert, jedoch ist das Thema Crowdfunding stärker diskutiert worden. Generell habe ich den Eindruck, dass die Business-Angels und Inkubatoren sich in den letzten Jahren stark weiter entwickelt haben. Ich finde es sehr gut, dass sich die Inkubatoren- und Business-Angels-Landschaft erweitert und nicht ausschließlich auf Berlin fokussiert. Es wird sicherlich spannend zu beobachten sein, wie die neu aufgestellten Inkubatoren agieren und welche Konzepte und Business-Cases sie unterstützen werden.

Welche Trends haben sich 2011 in der Finanzierung von Startups ergeben?

Von einem Trend möchte ich noch nicht sprechen: Wir werden sehen, ob sich Crowdfunding weiter entwickelt. Ich habe Bedenken hinsichtlich der Investitionssummen und der gesamten Metrik bei Folgefinanzierungen. Sehr wichtig ist, dass Business-Angels weiterhin aktiv bleiben, um die interessanten Startups zu unterstützen und anfangs zu finanzieren. Die meisten Business-Angels machen hierbei einen wirklich guten Job. Aber Achtung – es gibt auch “neue” Business-Angels, die a) viel zu wenig Kapital und b) weder ausreichende Erfahrungen als Unternehmer noch Erfahrungen als Business-Angel haben.

Mein Tipp an die Unternehmer: Macht Eure Hausaufgaben bei der Auswahl des richtigen Investors. Das gilt auch bei der Auswahl des richtigen Venture-Capitalisten. Ein richtiger Trend ist die Bildung von Investoren-Syndikaten aus nationalen und internationalen Venture-Capitalisten. Für ein Startup in Deutschland, welches kapitalintensiv ist und internationalisieren wird, ist ein solches Investoren-Syndikat sehr hilfreich.

Was waren Deine Highlights im Jahr 2011, welche Exits oder Neugründungen haben Dich beeindruckt?

Für mich war ein Highlight der Hype um Airbnb (www.airbnb.de) und die deutschen Copycats Wimdu (www.wimdu.com) und 9flats (www.9flats.com). Ist es nun ein stabiles und nachhaltiges Geschäftsmodell oder nicht? Wir werden sehen. Übertroffen wurde es natürlich von Amen (amenhq.com). Ich weiß nicht, ob Amen funktioniert, aber es war schon verwunderlich, dass ein Startup auf Grund populärer Investoren so viel Aufmerksamkeit erhält.

2011 war auch das Jahr sehr interessanter Exits. Die deutsche Startup-Szene braucht diese Exits, um zu beweisen, dass man in Deutschland große Unternehmen beziehungsweise Unternehmen mit einem großen Marktwert bauen kann. Drei Exits sind gute Beispiele hierfür:

  • Astaro (www.astaro.com) ist ein Enterprise Software-Unternehmen, welches wenige Leser kennen. Es wurde in Karlsruhe von Jan Hichert und seinen Co-Foundern gegründet. 2002 hat es eine erste Finanzierungsrunde von einem deutschen Venture-Capitalisten und einem US-VC erhalten. Jan hat Astaro in den vergangenen zehn Jahren zu einem hoch profitablen und stark wachsenden international aktiven Software-Unternehmen entwickelt und es dieses Jahr an Sophos (www.sophos.de) verkauft. Die Höhe des Exits ist nicht offiziell – nur soviel – es war sicherlich einer der größten Exits der vergangenen Jahre.
  • Ein weiterer spannender Exit war der Verkauf von DailyDeal an Google. Ich finde es erstaunlich, was das DailyDeal-Team und deren Investoren in kürzester Zeit erreicht haben und wie sich DailyDeal (dailydeal.de) in der “battle of material” – der Schlacht mit der Ressource Geld – durchgesetzt hat.
  • Innerhalb von zweieinhalb Jahren haben Marc Gumpinger, Dominik Westner und Christian van der Leeden die Scoreloop AG (www.scoreloop.com) zu einem weltweit dominanten Player im Mobile-Social-Gaming-Markt aufgebaut. Ich nenne Scoreloop nicht, weil wir Scoreloop von der Seed-Finanzierung bis zum Exit begleitet haben, sondern weil Scoreloop gezeigt hat, dass ein deutsches Startup von Anfang an weltweit nicht nur mithalten, sondern vielmehr eine neue Kategorie und ein neues Geschäftsmodell bilden kann.

Highlights unter den Neugründungen bereits nach einem Jahr auszumachen beziehungsweise einzelnen Unternehmen das Prädikat Highlight zu geben, ist schwierig. Ein Unternehmen finde ich aber besonders spannend. Es verbindet einen technologischen Ansatz mit einem Consumer-Case, der eine riesige Herausforderung darstellt. Es ist Doo.net (www.doo.net). Leider habe ich viel zu spät von diesem Unternehmen erfahren und hatte keine Chance, mir das Startup und das Team näher anzuschauen. @Jörg Binnenbrücker von DuMont Venture (www.dumontventure.de): Ich drücke Euch die Daumen.

Die Landschaft der Investoren hat sich auch 2011 wieder erweitert. Wer hat es geschafft, in die Riege der Topinvestoren aufzusteigen?

Eine prägnante Veränderung bei den deutschen Investoren gab es in 2011 meiner Meinung nach nicht. Ob ein Investor ein Top- oder Flop-Investor ist, das entscheidet sich am Ende der Fund-Laufzeit. Es ist nicht entscheidend, wie viele Unternehmen ein Investor finanziert, sondern welche. Leider ist die Investorenlandschaft in Deutschland viel zu dünn besiedelt. Es gibt unter anderem zu wenig Venture-Capital, um die weiterhin zunehmenden interessanten Startups zu finanzieren. Aus diesem Grund drücke ich meinen Kollegen, die sich im Fundraising befinden, ganz kräftig die Daumen. Nur wenn ausreichend frisches Kapital vorhanden ist, funktioniert das gesamte Ecosystem.

Was rätst Du Gründern zum Jahreswechsel?

Auch Ihr braucht mal Pause. Jeder muss seine Aggregate runterfahren. Weihnachten und Neujahr eignen sich dafür prima. Dann geht’s mit Vollgas ins neue Jahr.

Etwas Spekulation am Ende des Jahresrückblicks?

Aus dem Bauch heraus: In den vergangenen Monaten gab es immer mal wieder Meldungen über atemberaubende Erstrundenfinanzierungen in zweistelliger und sogar dreistelliger Millionenhöhe. Liebe Gründer, lasst Euch nicht schocken – auch in der Startup- und Venture-Capital-Szene wird sicherlich manchmal lauter getrommelt, als die Musik wirklich spielt. Bei einigen Runden glaube ich nicht, dass so viel Geld geflossen ist. Oft wird nur ein Teil der Finanzierungssumme überwiesen. Weitere Tranchen sind dann von Milestones abhängig. Es gibt nur eine Handvoll Investoren, die 20 Millionen oder sogar 100 Millionen in eine A-Runde investieren, ohne zu wissen, ob das Modell valide ist. Diese Meldungen können eine “battle of material” sein, die andere Wettbewerber abschrecken soll.

Thema: Allgemein, Entrepeneurs, Investments, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (0) | Autor: Olaf

Blase oder keine Blase? (my five cents)

Freitag, 21. Oktober 2011 19:06

Ist 2011 so ähnlich wie 1999?

Befinden wir uns in einer Technologie-Blase?

Ist der Startup-Markt überhitzt?

Sind wir alle einem erneuten Hype verfallen?

Diese Fragen beschäftigen uns alle. Wer ist ‘uns’? Mit uns meine ich die Unternehmer, die Business-Angels, die VCs und alle anderen Involvierten, die im weitesten Sinne zum Startup-Mikrokosmos gehören, wie z.B. Journalisten, Blogger, M&A-Berater, etc.

Schwelgen wir alle wieder im rosaroten siebten Himmel einer Technologie-Blase? Feiert sich die Community wieder selber – so wie 1999/2000?

1999/2000 habe ich mit gefeiert. Es war wie ein Traum. Unser Aktienkurs erreichte schwindelerregende Höhen. Jeden Tag „all-time-high“ zum Frühstück. Wie jeder Traum war auch dieser irgendwann vorüber. Nach dem Erwachen ging es dann bergab, rasant und  ohne die Möglichkeit zu bremsen oder gegenzulenken. Eine gesamte Industrie hatte sich überhitzt, wie ein Motor, der nicht mehr gekühlt wird.

Steht uns das bald wieder bevor? Kommt das böse Erwachen aus unserem zuckersüßen Traum von coolen, wachstumsstarken Startups in einem Markt, der ausschließlich von Wachstum gekennzeichnet ist?

Wir (Targt Partners) sehen pro Jahr ca. 1.500 Business-Cases bzw. Businesspläne in unserem Investment-Fokus und treffen hunderte Entrepreneurs und Teams. Wir tauschen uns in der ausgedünnten VC-Szene aus, haben gute Kontakte zu Business-Angels und auch unsere Investoren haben einen sehr guten Überblick.

Wie kann ich die Situation aus meiner Perspektive beschreiben?

Ja, es ist warm im Markt. Nein, es ist nicht überhitzt. Ja, einige denken, alles ist investitionswürdig. Nein, die professionellen Teilnehmer haben den Realismus nicht verloren.

Im Vergleich zu 1999/2000 gibt es heute Unternehmer und Investoren, die noch von damals Narben und blaue Flecke haben und die Schmerzen nicht vergessen werden.

Aber auch anhand von Zahlen, Daten und Fakten kann man den Unterschied zu 1999/2000 erkennen. Damals sind die Bewertungen der Startups in die Höhe geschnellt. Für Technologie, die zum Teil nur auf Powerpoint lief, wurden teils aberwitzige Millionenbewertungen geboten. Bereits erste Finanzierungsrunden lagen oft im hohen einstellen Millionbereiche, manchmal sogar im zweistelligen Bereich.

Das ist heute anders. Die Statistiken zeigen, dass die Unternehmensbewertungen realistisch geblieben sind. Die Unternehmer und die Investoren gut miteinander umgehen und die meisten auf dem Teppich bleiben.

Warum sprechen dennoch so viele Leute von einem Hype oder eine Blase?

Meiner Meinung nach hat sich in Deutschland eine Gründermentalität und Community entwickelt, die von außen betrachtet, einen Eindruck hinterlassen kann, dass alle Leute in einem Hype leben und arbeiten. Im Vergleich zu damals ist die heute Gründer-Community organisch gewachsen, besser ausgebildet und untereinander vernetzt. Gründer und Investoren kommunizieren heute viel besser als 1999/2000. Man versteht sich. Es gibt eine immer größer und professioneller werdende Business-Angel Szene, die wichtig ist, um die Lücke zwischen Startup und VC zu schließen.

Die Business-Angels mit denen wir zusammen arbeiten sind keinem Hype verfallen und investieren nicht zu Mondpreisen in alles was nicht schnell genug auf die Bäume kommt.

Ja, es gibt ‘gehypte’ Unternehmen und manchmal muss man sich fragen, ob es richtig ist, dass einzelne Gazetten manche Startups und einzelne Exits enorm „featuren“. Ist ein Startup hipp und vermeintlich erfolgreich, nur weil ein US Schauspieler investiert hat? Ist ein Exit im einstelligen Millionbereich ein Erfolg, wenn das Startup zuvor mehrere Millionen an BA- und VC-Geld eingesammelt hat? Ich bezeichne das als Hintergrundrauschen, welches wohl nicht zu vermeiden ist.

Entscheidend ist, dass mehr den je junge Menschen den Mut, die Kreativität, die Lust, das Know-how, das Netzwerk und die Mittel haben bzw. bekommen, ein Unternehmen zu gründen.

Weiter so! Mehr davon!

Aber: Bleibt realistisch

Dennoch: Erfolge soll – nein muss man feiern.

Thema: Entrepeneurs, Investments, Know-how, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (0) | Autor: Olaf

Exits – große Exits…mehr davon

Dienstag, 20. September 2011 12:03

Internationale Exits sind der Treibstoff für erfolgreiche und gut finanzierte Startups in und aus Deutschland in der Zukunft.

Eigentlich sollte ich mich ein wenig ärgern, weil ich damals nicht investiert hatte. Gestern wurde DailyDeals an Google verkauft. Meine Freude überwiegt! Warum?

Zu aller erst freue ich mich für das Gründerteam und für alle Business Angels und Investoren, die DailyDeals unterstützt haben.

Am meisten freue ich mich für das gesamte deutsche Ecosystem. Ein solcher internationaler Exit hat langfristige, positive Effekte für die gesamte Szene (Startups, Business Angels, VCs). Wir brauchen mehr davon.

einige der positiven Effekte:

  • noch mehr Talente wollen Unternehmer werden
  • Business Angels erhalten fresh-money, um in weitere Startups zu investieren
  • LPs (Investoren in VC-Fonds) bekommen mehr Interesse an deutschen VCs und deutschen Startups

Thema: Entrepeneurs, Investments, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (3) | Autor: Olaf

ADVANCE Konferenz in Köln

Montag, 19. September 2011 15:37

Bin heute früh nach Köln gefahren, um an der ADVANCE teilzunehmen – als Zuschauer und als Sprecher auf zwei Panels.

Man muss sehr selektiv sein, um die Zeit für und auf Konferenzen zu optimieren. Auch wenn der erste Tag noch nicht vorbei ist, kann ich schon mal ein erstes Fazit ziehen: es hat sich gelohnt.

Für jemanden der Morten bereits gesehen und gehört hat, war seine Performave eher ernüchternd – für Unternehmer, die ihn noch nie gesehen haben, war es sichrlich ok und zum Teil inspirierend.

Mehr Infos zur ADVANCE: #advnc11 (twitter)

Thema: Entrepeneurs, Investments, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (0) | Autor: Olaf

Seedlounge in München – Live Crowd-Funding für Startups

Donnerstag, 27. Januar 2011 12:50

Gestern am 26.1.2011 fand die erste Seedlounge in München statt. Soviel vorab – die beiden Initiatoren Christian Kutschka und Chris Leeb haben einen super Job gemacht. Zu dem Event wurden Investoren und Startups eingeladen – es kamen ca. 200 Teilnehmer. CONGRATS!

Letzten Sommer hat mich Christian über die Idee zur Seedlounge informiert und mich gefragt, ob ich mitmachen würde. Ich war von dem Konzept angetan und habe sofort zugesagt. Als Jury-Mitglied habe ich gemeinsam mit meinen Jury-Kollegen viele spannende Business Cases betrachtet und bewertet.

Von uns wurden in den letzten Wochen isngesamt 6 Startups aus über 120 Bewerbern ausgewählt. Vielen Dank an alle 120 Unternehmer!

Christian und Chris haben mich gefragt, ob ich eine Key-Note halten könnte. Hier die Slides (ohne Tonspur):



Ablauf:

Nach den Key-Notes haben die 6 Startups jeweils 5 Minuten präsentiert. Ein kleiner Tipp von mir alle 6 Unternehmenr:  “Bitte – übt Euren Pitch. You never get a second chance to make a first impression!”

Die 6 Startups waren:

  • ClearKarma
  • Helden der Arbeit
  • FeedFabrik
  • Gnowsis
  • Intelligent Remove
  • Elternplaner

Anschließend durften die Zuschauer per SMS voten. Die besten 3 Startups kamen dann ins Finale – oder laut DSDS in den Recall ;-)

Ins Finale kamen:

  • ClearKarma
  • Gnowsis
  • Intelligent Remove

Fazit:

Eine tolle Veranstaltung, die insgesamt sehr organisiert wurde. Weiter so!

Thema: Allgemein, Entrepeneurs, Investments, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (1) | Autor: Olaf

The Growth of Mobile: Stats and figures that will shock you!

Freitag, 3. Dezember 2010 0:51

Thema: Know-how, Technology | Kommentare (1) | Autor: Olaf

Welche Formen der Start-up-Finanzierung kommen für junge Unternehmen in Frage? (Teil 3)

Samstag, 23. Oktober 2010 16:35

Im ersten Beitrag zu den möglichen Formen der Start-up-Finanzierung wurden die Einzelheiten der Gründerfonds vorgestellt. Im zweiten Beitrag wurden Business Angels im Detail beschrieben. Der heutige Teil erklärt, was es mit Seed- und Early Stage Venture Capital-Investoren auf sich hat.

Die passende Finanzierung gemäß Gründungsfortschritt

Beteiligungsgesellschaften stellen Seed- und Early Stage Venture Capital zu verschiedenen Phasen eines Start-ups zur Verfügung. Venture Capital wird in der Seed-Phase bereits vor der Produktfertigstellung benötigt und dient damit meist als Investition zur Technologie- und Produktentwicklung. Bei Kapital in der Early Stage-Phase sind bereits erste Produkte und auch Kunden vorhanden, hier gilt es, gezielt in den Organisationsaufbau des Start-ups und in die Kundengewinnung zu investieren.

Die deutsche Venture Capital-Landschaft im Überblick

Seit 2003 sind die Möglichkeiten für Gründerteams sehr gering, in Deutschland einen passenden Seed Venture Capital-Investor zu finden. Beteiligungsgesellschaften haben sich aus der Finanzierung dieser Unternehmensphase als Hauptinvestmentfokus zurückgezogen. Daher wurde von der Bundesregierung der High-Tech Gründerfonds ins Leben gerufen, welchen ich im ersten Teil der Kolumnenreihe näher beschrieben habe. Die führenden Early Stage Venture Capital-Investoren sind unter anderem: EarlyBird, Target Partners und als paneuropäischer Investor Wellington Partners. Des Weiteren gibt es kleinere Venture Capital-Gesellschaften wie Neuhaus Partners oder Baytech, die von Jungunternehmern berücksichtigt werden sollten.

Der typische Ablauf einer Sart-up-Finanzierung

Die ersten finanziellen Mittel stellt der Gründer selbst zur Verfügung. Meist deckt das erste Kapital die Ausgaben des Jungunternehmens nur für kurze Zeit. Hier ist es wichtig, einen geeigneten Business Angel zu finden, der das Start-up mit Know-How und mit einem ersten Investment unterstützt. Welche Kriterien es bei der Auswahl eines Business Angels zu beachten gibt, wurde in der vorangegangenen Ausgabe meiner Kolumne im Detail beschrieben. Benötigt das Start-up weiteres Kapital, sind Early Stage Venture Capital-Investoren die erste Wahl. Die Beteiligungssumme bei der ersten VC-Runde liegt in der Regel bei ein bis drei Millionen Euro, die auch von zwei Investoren bereitgestellt werden kann.

Tipps für Jungunternehmer bei der Suche nach Venture Capital

Ein Business Plan sollte initial an nur wenige Venture Capital-Investoren verschickt werden, um aus dem ersten Feedback für weitere VC-Ansprachen zu lernen. Eine gute Vorauswahl der möglichen VC-Partner ist daher sehr wichtig. Hier kann das Gründerteam auf die Erfahrungen des Business Angels zurückgreifen. Dieser ist nicht nur bei der Investorensuche heranzuziehen, sondern auch bei der Gestaltung des Business Plans. Dieses Dokument muss in sich schlüssig sein und die wichtigsten Merkmale des Start-ups kurz und prägnant auf den Punkt bringen. Das Markpotenzial ist bei der Entscheidung über mögliche Beteiligungen ebenso entscheidend wie der dargestellte Kundennutzen oder das zukünftige Alleinstellungsmerkmal des Jungunternehmens. Ein bereits in der Gründungsphase vollständig besetztes Management mit klaren Zielen hilft bei der Akquisition von frischem Kapital.

Thema: Entrepeneurs, Investments, Startups, Technology | Kommentare (0) | Autor: Olaf

Welche Formen der Startup-Finanzierung kommen für junge Unternehmen in Frage?

Sonntag, 8. August 2010 10:47

Die richtige Gründungsfinanzierung orientiert sich an einer Reihe von Fragen, die Ihr im Zuge des Businessplans klären solltet. Im Folgenden gebe ich eine Übersicht darüber, welche Formen der Startup-Finanzierung in Frage kommen – der erste Schritt um für Dein Unternehmen eine passgenaue Finanzierung zu entwickeln.

Wenn es darum geht, als Gründer oder Jungunternehmer an Kapital zu kommen, bieten sich einem unter anderem folgende Optionen:

  • Gründerfonds
  • Business Angel
  • Seed- und Early Stage Venture Capital Investoren

Fangen wir mit den Gründerfonds an.

Seed-Finanzierung war eine Zeit lang schwierig

High-Tech-Gründern blieb in den vergangenen Jahren meist nichts anderes übrig als sich aus den Quellen „Family, Friends & Fools“, oder aber aus staatlicher Förderung (z.B. tbg/KfW Frühphase) zu finanzieren. All diese Finanzierungsquellen reichten jedoch kaum aus, um aus einer Idee und/oder Technologie vermarktbare Produkte und Services zu entwickeln und so die Voraussetzung für eine nachfolgende Venture Capital-Finanzierung herzustellen. Die Venture Capitalisten zogen sich mehr und mehr aus der Seed-Phase mit ihren initialen Investments zurück. Kapitalbeschaffung wurde somit zu einem Dauerthema und ließ nicht wenige Gründer das eigentliche operative Geschäft – den Unternehmensaufbau – aus den Augen verlieren.

High-Tech Gründerfonds

Dies hat sich in den vergangenen Jahren geändert: Im August 2006 wurde beispielsweise der High-Tech Gründerfonds (www.high-tech-gruenderfonds.de) ins Leben gerufen. Der von der Bundesregierung und einigen Großunternehmen wie BASF, Deutsche Telekom und Siemens gemeinschaftlich finanzierte Fonds stellt bis 2011 272 Millionen Euro für High-Tech Gründer zur Verfügung. Unternehmen werden mit bis zu 500.000 Euro in einer ersten Finanzierungsrunde finanziert. Die Beteiligung erfolgt durch die Kombination einer direkten Beteiligung am Eigenkapital und einem „eigenkapitalnahen“ Darlehen (Wandeldarlehen). Der High-Tech Gründerfonds erhält 15 Prozent der Anteile am Unternehmen. Dieser hat dann die Möglichkeit, bei späteren Finanzierungsrunden (z.B. durch einen VC) das Wandeldarlehn in Eigenkapital zu wandeln und somit einen Verwässerungsschutz für seine initialen 15 Prozent Unternehmensanteile auszuüben. Für das Wandeldarlehen fallen jährlich zehn Prozent Zinsen an, die jedoch in den ersten vier Jahren gestundet werden können und somit zunächst keine Belastung für die Liquidität des Unternehmens darstellen.

Gründer bekommen mehr – müssen aber commitment zeigen

Um nun zu erreichen, dass nur jene Gründer in den Genuss einer Finanzierung kommen, die auch ernsthaft eine Unternehmensidee und den Unternehmensaufbau verfolgen, müssen 20 Prozent des von dem High-Tech Gründerfonds zur Verfügung gestellten Kapitals durch Eigenmittel der Gründer finanziert werden. Bei der Höchstförderung von 500.000 Euro werden somit für das Gründerteam immerhin 100.000 Euro fällig. Möglich ist jedoch, dass diese Eigenmittel zur Hälfte auch von Business Angels oder lokalen Beteiligungsgesellschaften aufgebracht werden können. Vor allem sollen auch andere Förderprogramme wie EXIST (www.exist.de) oder aber die Produkte der Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de ) mit einbezogen werden können.

Durchbruch und „VC-Reife“

Nachdem viele Förderprogramme und letztlich auch die Finanzierung durch Banken erst durch das Vorhandensein von Eigenkapital genutzt werden können, bestehen gute Chancen, durch die Bündelung dieser Mittel mit dem High-Tech-Kapital, Finanzierungsvolumina von bis zu einer Million Euro darzustellen. Eine Starthilfe, die den meisten Unternehmen zum  Durchbruch und anschließend zur sogenannten „VC-Reife“ verhelfen kann.

Thema: Entrepeneurs, Investments, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (1) | Autor: Olaf

European Tech Tour Cloud & ICT 2.0 Summit

Sonntag, 1. August 2010 10:54

I have recently joined the Selection Committee for the European Technology Tour’s Cloud & ICT 2.0 Summit, which will be held on 17th and 18th November 2010 in Switzerland (Lausanne and Geneva).

The European Tech Tour Association (ETT) was launched in 1998, with the goals of promoting European entrepreneurship and providing a platform for entrepreneurs and investors to meet.

Regional Tech Tours (focused on one or more countries) and Vertical Summits (European-wide, focusing on a particular industry segment) are invitation-only events organised by and for venture capitalists, entrepreneurs and selected corporates:

  • For the 30 selected entrepreneurs, an ETT Summit represents a unique opportunity to present to an audience of high quality investors with the objective of obtaining financing;
  • For the investors, it is a way to meet a large number of pre-screened, high quality investment opportunities over two days;
  • For all delegates, it is an opportunity to meet a sector’s or a country’s most promising start up and growth stage companies and to network with investors and corporates.

Since 1998, more than 45 successful events have taken place (two regional, two vertical per year), with an average audience of 100-150 delegates. Each year, more than 1,000 companies are screened through the selection process.

The 2010 ETT Cloud & ICT 2.0 Summit  is the first ETT Vertical Summit covering all aspects of Cloud Computing innovation (including Infrastructure as a Service, Platform as a Service and Software as a Service) and related technologies.

The aim of the Selection Committee, which consists of 15-20 panellists principally drawn from the venture capital industry, is to encourage promising companies to submit information to the Selection Committee, and then to evaluate that information in a standardised way.

If you want to register your company (start-up) – feel free to click here

Thema: Entrepeneurs, Investments, Startups, Technology, Venture Capital | Kommentare (1) | Autor: Olaf