Ein Startup ist keine Party

Nein, ich bin kein Spielverderber oder eine Spaßbremse.

Wenn jemand Unternehmer werden will und ein Startup gründen möchte, dann sollte er (sie) es auch tun. Ja, man sollte auch immer mit Spaß bei der Sache sein – egal ob im Job oder bei seinen Hobbys. Nur dann wird man richtig gut sein.

In den letzten Jahren habe ich an vielen Gründerveranstaltungen teilgenommen. Egal ob in München, Berlin oder in anderen Städten. Es ist einfach sehr spannend zu beobachten, dass viele Studenten den Weg in die Selbstständigkeit als Alternative zur Karriere im Großunternehmen sehen und dass High-Potentials von der Karriereleiter springen und direkt im kalten Wasser als Entrepreneur landen. Die Frage ist nur, was die Beweggründe sind?

Bei einigen Leuten hatte ich das Gefühl, dass sie unbedingt ein Startup gründen wollen, weil es cool ist, weil es eben zum Zeitgeist passt. Ist das Gründen eines Start-Ups cool oder ein Selbstzweck?

Also wenn ich mich an meine  Zeit als Unternehmer in Startups zurück erinnere, dann waren die Jahre weniger durch Party und viel mehr durch Arbeit geprägt. Freunde hatte ich teilweise Monate lang nicht getroffen und Beziehungen wurden strapaziert (sorry!) – irgendwie gab es Zeiten, da fühle ich mich wie ein „sozialer Zombie“. Ist es also cool ein Startup zu gründen und ist die Arbeit und das Leben als Gründer eine große Party? Nein!

Zu gründen (wie es heute heißt) ist kein Selbstzweck. Und es ist auch keine coole Sache. Natürlich soll man Erfolge und wichtige Meilensteine feiern – Release-Parties, neue Kunden, abgeschlossene Finanzierungsrunden, etc. hören dazu.

Autor:
Datum: Samstag, 27. August 2011 22:07
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Entrepeneurs, Fun, Investments, Life, Startups, Venture Capital

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben

*