Gründen in der Krise
Sonntag, 16. Januar 2011 16:20
Die vergangene Finanzkrise stellte auch für Jungunternehmer eine Herausforderung dar. Die Hausbank erwartete mehr Sicherheiten bei der Kreditvergabe, die ersten hart erarbeiteten Umsätze sanken zum Teil und auch der Business Angel war zurückhaltender bei der Vergabe von liquiden Mitteln.
Welche Hindernisse muss ein Gründerteam speziell in der Krise überwinden, um ein Start-up erfolgreich aufzubauen?
Die Kosten im Blick behalten
In schwierigen Zeiten muss ein Start-up auf die Kosten schauen und versuchen, diese den veränderten Bedingungen anzupassen. Daher sollte das Management bemüht sein, die wichtigsten Kostentreiber wie die Miete oder die Gehälter zum Teil neu zu verhandeln.
Mit weniger Kapital im Markt rechnen
Venture Capital-Investoren sind zurückhaltender, da weniger Kapital zur Verfügung steht und Investoren unter Umständen abwarten, um zu erkennen, in welchen Märkten die größten Auswirkungen zu erwarten sind . Auch die Business Angel agieren vorsichtiger und investieren weniger, um ihr Geld zusammen zu halten. Die Kapitalbeschaffung erschwert sich für das Gründerteam daher deutlich, da sich die Geldgeber verstärkt auf die Portfoliopflege konzentrieren und vermehrt vorhandene Liquidität für bestehende Portfoliounternehmen reservieren. Das alles hat Auswirkungen auf die Finanzplanung eines Start-ups – Cash is King.
Weitblick zahlt sich aus
Jungunternehmer müssen genau wissen, wann sie frisches Kapital benötigen und sich auf langwierige Finanzierungsrunden einstellen. Daher sollte jedes Gründerteam die Kosten in den Mittelpunkt stellen und die Cash-Burn-Rate, also die Geschwindigkeit, mit der die finanziellen Mittel aufgebraucht werden, herunterfahren. So stehen die Chancen für Start-ups auch in Krisenzeiten gut, gestärkt aus dieser hervorzugehen.
Auch die Konkurrenz hat Probleme
Eine Krise betrifft meist nicht nur einen Sektor, sie bereitet Unternehmen branchenübergreifend Probleme. Das Start-up kann davon ausgehen, dass große und etablierte Unternehmen weniger innovativ sind, da Investitionen gekürzt werden und weniger Personal eingestellt wird. Für viele Arbeitnehmer gilt es indes, Arbeitsplatzsicherung zu betreiben. Daher sollte das Gründerteam nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern den angesprochenen Problemen aktiv entgegentreten.
Thema: Entrepeneurs, Investments, Startups, Venture Capital | Kommentare (3) | Autor: Olaf
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